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Johannes Calvin war der Sohn des Generalprokurators des Domkapitels zu Noyon . Er studierte in Paris Rechtslehre, wo er 1533 mit den reformatorischen Lehren Martin Luthers in Berührung kam. Wegen seiner Bekehrung zu dem Protestantismus musste er Frankreich 1534 verlassen. Er predigte heimlich die neuen Lehren, entkam ca. knapp einer Verhaftung, war stets wieder auf der Flucht und unternahm Reisen in die Schweiz und nach Italien. Auf seiner Flucht kam er 1535 nach Basel, wo er zu dem ersten mal auf Heinrich Bullinger und Guillaume Farel traf. 1536 gab er in Basel seine Christianae Religionis Institutio (dt. "Unterricht in der christlichen Religion") heraus. In dem gleichen Jahr hielt ihn auf einer seiner Durchreisen der Prediger Guillaume Farel in Genf fest und beschwor ihn, sich dort für die Sache der Reformation einzusetzen. Er erarbeitete eine Gemeindeordnung mit strenger Kirchenzucht, die auf heftige Widerstände stieß. 1538 wurden er und Farel aus Genf verwiesen, da sie der gesamten Gemeinde das Abendmahl versagten. Dies war eine Protestaktion der beiden als Reaktion auf die Tatsache, dass der Genfer Rat einige Riten und Bräuche (z.B. die Verwendung des Taufbeckens oder der Hostie bei der Abendmahlsfeier) einführen wollte, um damit der verbündeten Stadt Bern zu gefallen. In Folge kam Calvin 1536 nach Straßburg, wo er eine biblische Professur innehatte und die französische Flüchtlingsgemeinde betreute. Durch Kontakt mit dem dort ansässigen Martin Bucer wurde Calvin in seiner Theologie geprägt - so z.B. in der Prädestinationslehre, in dem Abendmahlsverständnis und in der 4-Ämter-Lehre. 1541 holte man Calvin jedoch zurück nach Genf, nach dem er einen Antwortbrief an den katholischen Bischof geschrieben hatte. In diesem zeigte sich Calvin aufs tiefste mit Genf verbunden. Der Bischof wollte die Genfer Gemeinde überreden wieder zu dem katholischen Glauben zurückzukehren. Der Rat wusste darauf nicht zu antworten und bat Calvin dies zu tun. Beeindruckt von diesem Brief rief der Rat Calvin nach Genf zurück, und versprach ihm, diesmal seine Kirchenordnung und strenge Kirchenzucht einzuführen. In dem selben Jahr noch schuf er eine neue kirchliche Ordnung. Er verfasste den Genfer Katechismus. Seine Arbeit wurde nach und nach allgemein anerkannt, wobei er bis 1555 stark umstritten war. Häretiker wurden unter Calvin mit aller Härte verfolgt, und sie wurden entweder aus Genf ausgewiesen oder hingerichtet. Bekanntestes Opfer war der Wissenschaftler und Theologe Michael Servetus, der 1553 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. 1559 gründete Calvin die Genfer Akademie, die zur Hochschule des Calvinismus wurde. Nach jahrelanger Krankheit starb er 1564 in Genf.== Weblinks ==
· Diese Seite wurde bisher 1.943 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 17.05.2008 um 13:20:24 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 09:22, 13. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Johannes Calvin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.
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